Bleiben oder gehen – Sollen Weisheitszähne generell gezogen werden?

6. November 2014 Operationen, Praxis, Schmerzen, Zahnmedizin

Weisheitszähne verhalten sich alles andere als weise. Sie machen sich breit und drücken auf andere Zähne. Manche bocken herum und wollen gar nicht durchs Zahnfleisch brechen. In der Vergangenheit haben die Zahnärzte deshalb oft zum Rundumschlag geraten.

Alle Weisheitszähne, besonders die, die noch im Zahnfleisch schlummern, wurden vorsichtshalber entfernt. Dabei ist diese Zahnoperation keine Bagatelle. Sie setzt Patienten häufig eine ganze Woche schachmatt. Bei einem Prozent der Patienten werden sogar langfristig Nerven geschädigt. Manchmal führt diese Operation sogar ein Kiefer- und Gesichtschirurg durch und es wird in manchen Fällen mit einer Vollnarkose gearbeitet.

Zusätzlich belegt eine neue Studie: Personen, die beschwerdefrei ihre Weisheitszähne ziehen ließen, ging es nach Jahren genauso gut wie Menschen, die in Sachen Weisheitszähne alles beließen, wie es war. Man sollte also von Fall zu Fall entscheiden. Wenn Sie zur Ursache von Entzündungen werden, sollte man sich allerdings von Weisheitszähnen trennen.

Tipp: Beste Zeit für eine Weisheitszahnoperation ist zwischen dem 17. und 20. Lebensjahr. Denn dann sind die Wurzeln noch nicht so gekrümmt und lang wie später.

Bildquelle: pixelio.de