Die Angst vor dem Zahnarzt: Auswirkungen und Lösungen

20. September 2016 Schmerzen, Zahnpflege

Bis zu 40 Prozent aller Erwachsenen leiden an Zahnarztangst. Bei einigen Betroffenen geht dies sogar so weit, dass sie als nicht behandelbar gelten und jegliche Behandlungen, wenn überhaupt, nur unter Vollnarkose durchgeführt werden können.

Die Angst vor dem Zahnarzt führt Menschen in eine Negativ-Spirale: Aus Angst werden Kontrolltermine versäumt, Beschwerden werden nicht behandelt und nehmen zu. Durch Schmerzen vergrößert sich die Angst noch mehr und irgendwann ist der Zustand so akut, dass auch noch ein Schamgefühl hinzukommt. Die Folgen werden auch im Alltag gravierend, denn die Patienten schämen sich zunehmend für schlechte Zähne und plagen sich oft mit schlechtem Gewissen und verdrängen ihr Problem. Je länger dies andauert, desto größer wird die Angstmauer und damit die Hürde vor dem Besuch beim Zahnarzt.

Die Folgen der Zahnarztangst

Erkrankungen wie Zahnstein, Karies, Gingivitis, Parodontitis oder Mundgeruch sind nicht nur unangenehm, sondern führen irgendwann auch zu Zahnverlust. Unbehandelt haben viele Zahnerkrankungen auch Auswirkungen auf den gesamten Körper, können das Knochengewebe angreifen oder das Risiko für Herzerkrankungen und Diabetes erhöhen. Nicht zuletzt leidet durch den schlechten Zahnzustand auch die allgemeine Lebensqualität. Unbeschwert lachen wird immer mehr vermieden und allgemein empfinden die Betroffenen Scham.

Was kann man dagegen tun?

All dies muss nicht sein, denn es gibt heutzutage viele Möglichkeiten die Angst vor dem Zahnarzt zu besiegen und den Besuch beim Zahnarzt so sanft wie möglich zu gestalten. Mittlerweile ist das Angebot für Patienten mit Zahnarztangst (Dentalphobie) vielfältig und viele Zahnärzte arbeiten beispielsweise mit Verhaltenstherapeuten zusammen. Gemeinsam mit dem Patienten können so das Vermeidungsverhalten erkannt und die Angstursachen analysiert werden. Danach wird der Patient damit konfrontiert und den Reizen, welche die Angst auslösen, in ganz kleinen Schritten ausgesetzt. Schritt für Schritt lernen Betroffene so damit umzugehen. Dies fängt beim Betreten einer Zahnarztpraxis an und endet bei einer Behandlung.
Oft sind Ursachen für die Zahnarztangst in der Kindheit oder die Personen haben schlechte Erfahrungen beim Zahnarzt gemacht. In vielen Fällen hilft schon, wenn der Zahnarzt geduldig und mit Verständnis jeden Schritt erklärt und sich dem Patienten mit viel Zeit widmet.
Alternativ wird die gesamte Behandlung unter Narkose oder in einem Dämmerschlaf durchgeführt. Alle anstehenden Vorgänge in möglichst wenig Sitzungen zu erledigen, hilft Angstpatienten dabei auch sehr, da sie sich so nur einmal überwinden müssen.
Sind Sie selbst betroffen, kontaktieren Sie uns und wir zeigen Möglichkeiten auf, die Ihnen weiterhelfen. Für den ersten Schritt zu gesunden Zähnen ist es nie zu spät.

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