Zahnzusatzversicherung – was beim Abschluss zu beachten ist

18. Dezember 2018 Gesundheit

So ziemlich jeder Mensch bekommt einmal Probleme mit seinen Zähnen. Hier ist das Ausmaß der Zahnerkrankung entscheidend. Ein kleines Loch ist meist unproblematisch und schnell behandelt, während bei ernsten Fällen eine Zahnextraktion erforderlich ist. Ein Großteil der Patienten beginnt erst jetzt, sich umfassend mit der Thematik Zahnzusatzversicherung zu beschäftigen. Schließlich sind die Behandlungskosten mit dem durch die Krankenkassen bereitgestellten Festzuschuss nicht bezahlbar.

Kann eine Zahnzusatzversicherung auch dann noch abgeschlossen werden, wenn der Zahnarzt schon eine Diagnose erstellt hat?

Je nach Grad der Schädigung können Implantate, eine Brücke oder sogar ein komplett künstliches Gebiss notwendig werden. Die Kosten hierfür beginnen meist schon im vierstelligen Bereich und können, abhängig von der jeweiligen Maßnahme, rasch in schwindelerregende Höhen steigen. Entsprechend aufmerksam sollten Sie die Konditionen Ihres Zahnzusatzversicherers studieren. Ob und in welchem Umfang dieser die Kostenerstattung für eine bereits laufende Behandlung übernimmt, hängt ganz vom jeweiligen Versicherer ab. Meist fällt die aktuelle Behandlung jedoch nicht in dessen Zuständigkeitsbereich.

Welcher Versicherungsanbieter ist der richtige?

Wenn Sie über den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung nachdenken, sollten Sie genau wissen, welche Leistungen Ihr künftiger Versicherer erbringen soll. Neben der Erstattung für Zahnersatzkosten gibt es zum Beispiel Tarife, die die Kostenübernahe für Prophylaxemaßnahmen beinhalten. Die Konditionen sollten sich prozentual auf die entstehenden Gesamtkosten beziehen und natürlich einen entsprechend hohen Wert haben. Auch gibt es Versicherer, die ihre Leistung auf den Zuschuss der gesetzlichen Krankenkasse aufrechnen. Manche verzeichnen hier einen Wert von 80, andere sogar von 90 Prozent. Das bedeutet, dass Sie die entsprechende Differenz übernehmen müssen. Andere Zahnzusatzversicherer beziehen den Zuschuss nicht mit ein, weshalb hier auch niedrigere Prozentzahlen „plus GKV“ einen annehmbaren Wert darstellen. Da die monatlichen Beitragszahlungen nicht unerheblich sind, bleibt es jedem Versicherungsnehmer selbst überlassen, inwieweit eine vollständige Übernahme der Behandlungskosten lohnenswert erscheint.

Vorsicht beim Kleingedruckten

Viele Versicherungsanbieter schränken ihr Leistungsspektrum im Kleingedruckten ein. Achten Sie also darauf, dass Ihre Zahnzusatzversicherung keine verborgenen Restriktionen beinhaltet. Dazu gehören beispielsweise Höchsterstattungsgrenzen pro Behandlung, eine bestimmte Anzahl an Implantaten, die je Kiefer gesetzt werden dürfen oder die Nichteinbeziehungen von Maßnahmen zum Knochenaufbau. Derartige Klauseln machen eine Zahnzusatzversicherung nicht nur unattraktiv; sie untergraben außerdem den Grund für deren Abschluss: nämlich für den Fall einer schwerwiegenden Zahnerkrankung abgesichert zu sein. Auch die Kostenübernahme für Kunststofffüllungen, Inlays, Keramikkronen etc. sollte gewährleistet sein. Eine gute Zahnzusatzversicherung erfordert zwar meist vergleichsweise hohe Beitragszahlungen, zahlt sich im Ernstfall jedoch immer aus.