Süße Weihnachten

20. Dezember 2017 Gesundheit, Zahnpflege

Mhm… leckerer Stollen, köstlicher Lebkuchen und duftende Plätzchen – Weihnachtszeit ist Zuckerzeit.
Dass das negative Folgen haben kann, ist zunächst weniger überraschend. Doch: Viele denken bei den Unmengen an Süßigkeiten eher an die fiesen Pfunde, die es im neuen Jahr wieder loszuwerden gilt, doch was ist eigentlich mit unseren Zähnen?

Zahngesundheit beginnt beim Essen

Zucker und Kohlenhydrate

Zahnhygiene beginnt schon im Mund, und das nicht nur bezogen auf die Reinigung und Pflege unserer Zähne, sondern auch bezüglich unserer Nahrung. Das hängt damit zusammen, dass Zucker und Kohlehydrate, die zu verschiedenen Zuckermolekülen aufgespalten werden, bereits im Mund ihr Unwesen treiben. Außerdem haben bestimmte Lebensmittel einen positiven oder negativen Einfluss auf den glykämischen Index, der die Wirkung eines Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel beschreibt. Daher sollte man für seine Zahngesundheit unbedingt darauf achten, was man zu sich nimmt und wie viel.
Am besten wäre es natürlich, gänzlich auf Zucker zu verzichten, doch das ist in dieser zuckersüßen Jahreszeit nicht nur für die Kleinen eine große Herausforderung. Darum raten wir Ihnen, zumindest Maß zu halten und öfter mal nach zahnfreundlichen Alternativen zu schauen.

Gesunde Alternativen für Ihre Zähne

Sich oder seinen Kindern, die leckeren Naschereien zu verbieten, fällt schwer. Setzen Sie auf süße Alternativen. Selbst Gebackenes mit süßem Obst und Früchten enthält zwar auch Zucker und sollte daher nur in Maßen verzehrt werden, doch enthalten sie auch wertvolle Inhaltsstoffe, die über ein reiches Spektrum an positiv wirkenden Eigenschaften und Wirkstoffen verfügen.
Es gilt vor allem puren Zucker, wie beispielsweise Vanillezucker, durch den die herrlichen Vanillekipferl gewalzt werden, wegzulassen. Denn Zucker, den der Speichel und der Darm nicht mehr aufarbeiten muss, sondern der sofort verfügbar ist, macht Ihren Mund für die Karies verursachenden (kariogenen) Bakterien zum wahren Schlaraffenland.

Kräftig Kauen

Ein weiterer Aspekt, Zucker nicht pur, sondern „versteckt“ in natürlichen Lebensmitteln aufzunehmen, ist der Kauvorgang: Wer länger kauen muss, um zum Beispiel an die Süße von Datteln zu gelangen, reinigt durch den Kaumechanismus bereits seine Zähne und gibt der Schleimhaut im Mund Impulse, reinigenden Speichel zu produzieren. Darüber hinaus enthält Speichel Kalziumphosphat, das den pH-Wert und die Remineralisation des Zahnschmelzes reguliert.

Heißhunger vermeiden

Damit Sie es schaffen, den Verzehr von Zucker zumindest im Zaum zu halten, raten wir Ihnen außerdem darauf zu achten, Lebensmittel mit hohem Ballaststoffanteil zu essen. Zum einen machen Ballaststoffe länger satt, da sie aufgrund ihrer Fähigkeit, viel Flüssigkeit im Magen aufzunehmen, an Volumen zunehmen und quasi den Magen füllen. Zum anderen werden die Kohlenhydrate in den Ballaststoffen deutlich langsamer gespalten und lassen so den Blutzuckerspiegel auch viel langsamer ansteigen. Die Folge: Sie bleiben länger satt und bekommen keine Heißhungerattacken, bei denen man häufig und gerade in dieser Jahreszeit zu Süßigkeiten greift. Ein weiterer Vorteil: Auch Ballaststoffe regen den Speichelfluss an, weil man ballaststoffreiche Nahrungsmittel länger zerkauen muss.

Alternative Zuckerquellen

Seien Sie vorsichtig bei Zuckerersatzstoffen und vermeintlich natürlichen Alternativen zu raffiniertem Zucker. Bei bestimmten Krankheiten mag die ein oder andere Alternative durchaus Sinn machen, in puncto Zahngesundheit schneiden die meisten Zuckeralternativen jedoch genauso schlecht ab wie raffinierter Zucker. Auch das allumworbene Stevia scheidet die Geister. Die von der Werbeindustrie als harmlos bezeichneten konzentrierten Steviolglykoside rufen immer mehr Kritiker auf den Plan, zumal Stevia recht wenig mit einem natürlichen Lebensmittel zu tun hat, da das süße Endprodukt aufwendig im Labor durch chemische Prozesse hergestellt wird.
Am Ende zählt, nehmen Sie so wenig Zucker (egal, in welcher Form) wie möglich zu sich und bauen Sie den Zuckeranteil in eine ausgewogene Ernährung mit ein, die Ihrem Magen und Darm genügend positive Wirkstoffe liefert, sodass Ihr Verlangen auf Süßes automatisch und ohne Frust reduziert ist.

Unser Geheimtipp:

Tricksen Sie Ihr Gehirn aus! Wenn Sie mit weihnachtlichen Gewürzen backen wie Zimt und Kardamom und außerdem viel Backkakao und natürliche Vanille verwenden, werden Sie gar nicht merken, wenn Sie den Zucker weglassen oder stark reduzieren. Unser Gehirn verbindet mit diesen Geschmackserlebnissen automatisch Süßes, sodass es den Unterschied zwischen der normalen und der zuckerarmen oder zuckerfreien Variante kaum wahrnehmen wird.

Frohe Weihnachten vom gesamten Team

Damit Ihnen und Ihren Kindern Karies & Co. keinen Ärger machen, achten Sie auf einen moderaten Zuckerkonsum und greifen Sie öfter zu selbst Gebackenem. Das Internet bietet dazu tolle Inspirationen für gesunde Kekse und nährstoffreiches Weihnachtsgebäck. Gerade in der Weihnachtszeit macht es besonders viel Spaß, sich mit Freunden oder seinen Kindern zusammenzusetzen, um köstliche Weihnachtsschmankerl zuzubereiten. Greifen Sie zu Nudelholz und Ausstechform und genießen Sie die köstliche Weihnachtszeit! Wir hoffen, unsere Tipps helfen Ihnen dabei, Ihre Zähne gesund und stark zu halten.

Wir von Zahnarzt Burger wünschen Ihnen ein wunderschönes Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Liebsten und schon mal einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Bildquelle: #172999 | Urheber: Mira Bozhko / unsplash.com